Dienstag, September 12, 2006

SALUT

+++ Lisez au-dessous +++ nach den Bildern kommt der Text +++























































































































































































(Patrick & Michel: Aix-en-Provence)

Patrick:

Balingen – Cagnes sur mer – Monaco – Nizza – Franchville sur Mer – Aix-en-Provnece

Die Stationen des kleinen Kurzurlaubs auf dem Weg zum Studienort. Danke hierbei auch an Thomas (für’s Mitfahren) den Mazda (für seine treuen Dienste) und meine Eltern (für’s Auto-zur-Verfügung-stellen). Ich will nicht zu viel schreiben, schließlich geht es hier ja um unsere Erasmus-Erfahrungen und nicht um meinen Urlaub. Den Besten Eindruck bekommt man eh durch die Bilder. In Erinnerung bleiben vor Allem die wunderschöne Landschaft, das total wahnsinnige Verkehrsverhalten hier, opulent zur Schau gestellter Reichtum in Monaco und erste Sprachprobleme auf dem Campingplatz. Nach diesen drei Tagen ging es dann weiter zum Ernst des Studentenlebens in Aix. Alors, weiter im Text mit...

Michel:

...Voilà, ein bebildertes Lebenszeichen aus Südfrankreich...was gibt es zu erzählen knapp 2 Wochen nach unserer Ankunft? Nun ja, wie bei jedem Auslandsaufenthalt vergeht kein Tag ohne fundamentale Wissenszuwächse, es ist also nicht so einfach, etwas zusammenfassendes zu sagen - ausser, dass wir uns hier sehr wohl fühlen. Ähnlich brachte es eine andere Erasmus-Studierende mit einem freudschen Versprecher auf den Punkt: "Ich habe vor dem Urlaub...ähh, vor dem Auslandsstudium..."

Naja, man muss mindestens Intensivsprachurlaub sagen. Ohne französisch läuft hier schließlich rien, und bei gefühlten 20 Wörtern pro Sekunde, die hier gesprochen werden, und Sätzen, die wiederum wie ein einziges Wort klingen, ist es nicht ganz einfach, ein Konto zu eröffnen, sich über Mobilfunktarife beraten zu lassen, sich in der Uni einzuschreiben, einen Studienplan zu vereinbaren, diverse Bescheinigungen zu erlangen, Bekanntschaften zu machen oder was es sonst noch für die administrative, wohnliche und soziale Installation in Frankreich braucht...aber deswegen ist man schließlich auch hier und versucht sich deshalb eifrig im Intensivsprachkurs (täglich 08:30 bis 12:30) und im Alltag. Bis nächste Woche das Semester beginnt, werden wir wohl kaum auf dem sprachlichen Niveau unserer KommilitonInnen sein, aber das kann wohl auch niemand erwarten; die Alltagstauglichkeit unseres Französisch verbessert sich allerdings täglich.

LEUTE

Das wird hoffentlich so weitergehen, wenn das Semester beginnt und ein wenig aus der Erasmus-Schutzhülle herauskommt...im Moment lernt man halt fast ausschließlich Erasmusstudierende kennen, die noch dazu zu einer überraschend hohen Anzahl aus Deutschland kommen. (Der einzige andere Erasmusstudent am IAR - Institut d'Amenagement Regional, unsere Fakultät an der Universität Paul Cézanne - ist übrigens André aus Dortmund. Mit unseren vereinten Französischkenntnissen haben wir zu dritt oben genannte administrative Abenteuer bis jetzt immer gemeistert). Die Versuchung, hauptsächlich muttersprachlich zu reden ist also groß, wir widerstehen ihr aber, so gut es geht...Franzosen bzw. Französinnen kennenlernen ist gemäß dem Klischee nicht ganz so einfach, bis jetzt hat es nur so richtig dank einer Zimmerverwechslung im Wohnheim geklappt, so dass wir durch Pirka (aus Finland) aus dem Sprachkurs Donia, Philippe und Marc kennengelernt haben, mit denen wir nach Marseille an den Strand gefahren sind...Marseille ist übrigens eine schon allein städtebaulich extrem...sagen wir: reizvolle Stadt, in der zur Zeit auch unglaublich viel umstrukturiert wird. Wir werden wohl noch öfter hinfahren und nochmal extra darüber berichten müssen!

LES GAZELLES

Dafür, dass ein großer Teil der französischen Studierenden in Wohnheimen (Cité Universitaire, also eigentliche ganze Komplexe mit Mensa, Wäscherei etc.) sind diese in einem bemerkenswert ranzigem Zustand, so dass ihnen dieser Ruf auch schon vorauseilt. Wir hatten uns also aufeiniges gefasst gemacht. Die Cité U "Les Gazelles" ist zwar sicher nicht mitteleuropäischer Standart (wobei die Fotos gnädig mit dem Wohnheim sind), aber wir sind hier auch nicht hergekommen, um pingelig zu sein. Man kann hier auf 8m² mit gebrauchten, teilweise funktionierenden Möbeln ganz gut leben, auch wenn die Wohnsituation einem hier Umstrukturierungen in der Organisation des täglichen Lebens verlangt: da es keine Schränke zum deponieren von Sachen ausserhalb des Zimmers gibt, wird jede alltägliche Aktion zur Expedition zu den Einrichtungen der gemeinschaftlichen Infrastruktur. Man muss immer alles mit sich bringen, sogar das Klopapier, und hinter sich definitiv absperren, hier wird sogar das Spülmittel gezockt, das man in der Küche vergessen hat. Die gemeinschaftlichen Einrichtungen sind auch, sagen wir mal, nicht so ganz großzügig bemessen: Jeweils zwischen rund 50 Studierende in einem Stockwerk teilen sich 4 Herdplatten (=Küche), 4 Toiletten und 6 Duschen. Dank dieser Anonymität pflegen die Leute hier einen ziemlich robusten Umgang mit den Sachen und denken nicht daran, den Dreck den sie hinterlassen, auch noch zu entfernen (auch in den Klos finden sich öfters mal ein "cadeau") - dafür gibt es ja das Putzpersonal, das zweimal die Woche kommen, was somit ein "notwendiger Luxus" ist. Aber wir haben es mit unserem Gebäude 6 gut erwischt, einer anderen Studentin haben sie ein Zimmer mit schwarzem Schimmel an den Wänden gegeben - statt sie umzuquartieren, hat sie Flüssigchlor zum selbstwegputzen bekommen.

Da die Kommunikationsinfrastruktur in unserem Wohnheim lediglich aus einer Telefonzelle besteht, gibts leider kein eigenes Festnetz auf dem Zimmer und damit auch kein Internet. Die Universität bietet allerdings ein W-Lan ("WiFi"), bis es damit klappt gehen wir in den nahen Parc Jourdan. Dort kann man über ein ungesichertes privates W-Lan ins Netz, in dessen Empfangsbereich sich zu manchen Zeiten zahlreiche Studies mit Laptops einfinden... - Danke an den unbekannten Anwohner!

Kühlschrankfächer, wie in anderen Wohnheimen, gibt es keine. Das ist natürlich in dem Land der überirdisch guten Milchprodukte kein tragbarer Zustand. Zum Glück hat sich deshalb in unserer Cité U ein schwunghafter Handel mit gebrauchten Kühlschränken entwickelt. Alte Aggregate, die wortwörtlich schon einige Semester auf dem Buckel haben, werden hier zwischen 40 und 70 Euro gehandelt. Patrick und ich haben glücklicherweise sehr schnell eines gefunden, das noch dazu sogar auf dem selben Stockwerk war. Der Kühlschrank undefinierbaren Alters hat uns 60 Euro gekostet und ist mittlerweile geputzt, kühlt wie ein Weltmeister, hört auf den Namen Gregor und steht bei Patrick im Zimmer, was uns eine genaue Essensterminierung und gewiefte Logistik abverlangt aber viel Freude bereitet, weil die lukullischen Genüsse hier wirklich sprichwörtlich gut sind.

ESSEN WIE GOTT IN FRANKREICH...

Leider auch in der Regel teuer, was sicher auch daran liegt, dass wir mit Aix-en-Provence die nach Paris angeblich teuerste Stadt in Frankreich erwischt haben, was die Lebenshaltungskosten angeht. Das liegt daran, dass hier die halbe Pariser Oberschicht und die ganze Marseiller High-Society ihre Zweit- (oder Dritt-, Viert-...) wohnung in der wunderschönen Altstadt haben. So sympathisch es ist, dass man in Frankreich Lebensmittel ganz anders wertschätzt als beispielsweise in Deutschland - 3,5 Euro aufwärts für das Stück Camenbert normal ist nicht alltagstauglich. Da wirft man dann schnell StadtplanerInnen-Ideale und seine Faszination für den kleinteiligen Einzelhandel über Bord und freut sich über den einzigen Discounter vor Ort (dieses Phenomen ist hier weitgehend unbekannt), der preislich zwischen Penny und Rewe liegt, aber qualitativ und auswahlmäßig eben in Frankreich...ED ist unser Held, vraiment!

LES BOITES

Une boite ist eine Schachtel und in Frankreich (oder zumindest hier) der Name für das, was in Deutschland ein Club oder eine Kneipe ist. Bei einer Stadt wie Aix, die universitär geprägt ist (seit dem 15ten Jahrhundert immerhin), kann man es an einer Kultur des nächtlichen Treibens eigentlich nicht Mangeln. Unser bisher erster Ausflug kann das erstmal nicht bestätigen. Neben "beidseitig" diskriminierender Einlasskontrolle (Gruppen von Männern kommen nicht ohne zahlenmäßig gleiche weibliche Begleitung in die Clubs oder zahlen horrenden Eintritt, während Frauen umsonst hereinkommen; das hat zum Ziel, dass die Clubs immer über eine ausreichende "Auswahl" an weiblichen Gästen für zahlenmäßig weniger "Jäger" im Publikum verfügen) bieten die Boites, oder zumindest dass, was wir gesehen haben, unglaubliche Getränkepreise bei einem eher durchschnittlicher Ambiente und belangloser bis abgegriffener Musik. Aber wir haben erstens noch nicht alles gesehen, waren zweitens noch nicht in Marseille und gibt es drittens eine Menge mehr zu sehen als das Nachtleben:

DIE STADT

Jetzt müsste eigentlich ein langer Erguss über die Schönheit von Aix-en-Provence folgen, über das Blau des Himmels, den Geruch von Kiefern und Zedern in der Luft, den Mistral, die Lockerheit des Lebens und über die Schönheit von Arles mit seinem antiken Amphitheater und dem Closseum, der Camargue, der Cote d'Azur, den Stränden von Stes Marie de la Mer und Cassis, was wir zum Glück alles vor eineinhalb Wochen mit dem Auto erkunden konnten (siehe Anfang des Textes). Aber wie gesagt, die Bilder machen das besser!

bis zum nächsten Update grüßen herzlichst
Patrick und Michel!

Mittwoch, September 06, 2006

Anna a Perugia

So, jetzt ich!
Im Moment bin ich in Perugia um meine Italienischkenntnisse zu intensivieren. Perugia ist schon ein hartes Flaster fuer einen Flachlandtiroler, wie mich. Taeglich muss ich hunderte von Stufen erklimmen. Naja, ich habe ja in Hamburg schon etwas trainiert.
Ich habe hier sehr viel Spass. In unserem Appartment sind wir zu sechst (2 Deutsche, 1 Tuerkin, 1 Polin, 1 aus Holland und 1 Littauen). Meisten fuehren wir sehr interessante Gespraeche bis spaet in die Nacht uns haben eine Menge Spass.
Komisch an Perugia ist, dass man hier eher Englisch spricht als Italienisch. In dieser kleinen Stadt sind zurzeit so viele Erasmusstudenten, dass die Einheimischen eine Minderheit bilden - so kommt es mir zumindest vor.
Ich freue schon sehr auf Milano und bin gespannt, wie es sich entwickeln wird.
Euch kann ich nur wuenschen, dass euch genau so gut geht, wie mir!
Also seid gegruesst!
Ciao ciao - a presto!

Samstag, September 02, 2006

dubliner

so, ich probier's jetzt auch mal - mein erstes mal bloggen, bin ganz aufgeregt.
also grüße aus dublin. ich bin nun hier seit donnerstagnachmittag - noch anjalos (die kommt ja erst am montag).
die ganze zeit beschäftige ich mich hier mit der wohnungssuche mit ungefähr tausendmillionen anderen studenten. jeden tag die drei internet-shared-room-foren durchstöbern, anrufen, angucken und wieder von vorn.
von der stadt habe ich bisher deswegen noch nicht viel gesehen, aber ich glaube hier ist es ganz nett. auf jeden fall sprechen die leute ein lustiges englisch, was sich oft nicht wie englisch anhört.
also dann auswaertsfreunde, ich muss los... shared room von edward anschauen.
ich grüße
lisa